Archiv für die Kategorie: 'Linux'

Tag 2 fing schleppend an. Die Tischtennis-Aktion nach dem Go-Kart-Fahren und endlose Diskussionen über Gott, die Welt und ihre Probleme danach zogen sich bis weit in die Nacht. Dementsprechend schwer fiel es mir, dem Wecker Beachtung zu schenken. Nach einigem Zögern schaffte ich es dann aber doch noch zum Frühstück - und schlagartig wurde die Laune besser. Es gibt kaum etwas besseres, als mit Geeks zu frühstücken. Es wurde sich über Tech-Themen unterhalten, es wurde mit dem angebrachten Zynismus ob der frühen Stunde gewitzelt und jede Menge Kaffee vernichtet.

Dann - schon mit einem halbwegs wachen Lächeln auf den Lippen - auf in den Schulungsraum. Heute auf dem Plan: vormittags ein wenig Regex. Spannendes Thema, allerdings wurde es nur angerissen und mehr als ich tagtäglich in vi und sed damit rumspiele kam nicht zur Sprache. Ich sehe allerdings ein, dass eine Regex-Schulung alleine schon mehrere Tage beanspruchen könnte und dann immernoch nur an der Oberfläche gekratzt wurde.

Und dann ging es so richtig los. Der Netzwerk-Stack kam auf den Plan. Und für jede Schicht aus dem OSI-ISO Modell gibt es Tools, die ein Linux-Admin kennen sollte. Wie wir einen wirklich umfangreichen Abriss von arp, ifconfig, netstat, nmap, traceroute, ping, netcat, wireshark und diversen anderen tools in nur vier Stunden geschafft haben, ist mir immernoch ein Rätsel - Fakt ist, dass es funktioniert hat. Egal welches Protokoll, egal welche Schicht, egal welche Anforderungen an die Analyse: Für alles gibt es Tools unter Linux, die so verdammt mächtig sind, dass man Angst bekommen und spontan sehr paranoid werden könnte - gut für mich, dass ich wenigstens einige davon jetzt mal in Aktion gesehen und verstanden habe.

All diese Tools ließen wir in den letzten Stunden des Schulungstages dann auch an einem selbst aufgebautem Netzwerk zum Einsatz kommen, um zum krönenden Abschluss mit bind die Mutter aller Nameserver kennen und konfigurieren zu lernen. Viel Input also für einen Tag - aber Byte für Byte nützlich für die tägliche Arbeit als Admin.

Das Abendprogramm fiel dann heute sehr entspannend aus: Abendessen, ein wenig Tischtennis, ein Besuch der hoteleigenen Sauna, ein paar Bier und jede Menge Gespräche mit den anderen Schulungsteilnehmern und Dozenten. Heute gehts dann mal früher ins Bett - nicht dass ich morgen wieder mit dem Wecker hadere… ;)

Gruß aus Essen,
Euer Chi

Die Nachmittagsveranstaltung… Herrlich… Ein Dozent, der sich Trainingseinheiten aus den Fingern saugt und erst mitten drin merkt, dass das eigentlich doch voll am Ziel der Übung vorbei schießt. Das Ganze gewürzt mit jeder Menge Humor, gab es dann doch noch so richtig Input zum Thema Prozesssteuerung mittels Signalen, strukturierter “Programmierung” in der Bourne Again Shell (bash) und Datei-Verwaltung mittels Shell-Filtern. Fazit des heutigen offiziellen Teils: Mehr als eine Bash braucht man nicht, um die ganze Welt zu beherrschen - man muss nur richtig mit der Zicke umzugehen wissen. ;) Das wurde zum Abschluss der Veranstaltung heute auch eindrucksvoll bewiesen: Eine Zeile Sonderzeichen - nicht mal der Dozent wusste genau, was der Befehl bewirkt - reicht, um den Rechner instantan in den Tiefschlaf zu versetzen - nur noch ein Hard Reset verschaffte Abhilfe. Ein hervorragender Abschluss eines hervorragenden Schulungstages.

Nach einem zünftigen Abendessen (All inclusive fetzt, erwähnte ich das bereits?) begann dann das Rahmenprogramm. Leider leider (Vorsicht, Ironie) musste die Führung durch das Eisenbahnmuseum wegen Krankheit ausfallen. Das Ersatz-Event: Go-Kart-Fahren! Yeehaw!!! 20 Minuten über die Piste heizen rockt ungemein. Zwar hab ich jetzt Arme wie Gummi, aber hey - irgendwas is ja immer.

Nu trink ich noch mein Bierchen zu Ende, und dann werden die Tischtennis-Tische ausprobiert. Mal sehen, ob ich das noch kann ;)

Bis morgen und Grüße aus Essen,
Euer Chi

Ja, auch ich schreibe mal wieder. Diesmal aus Essen. Hier bin ich im Linuxhotel auf der Schulung “Linux Administration für Fortgeschrittene”.

Schon der erste Abend war faszinierend. All inclusive hat echt was für sich. Die Hotelanlage ist riesig und richtig schön gemacht. Es gibt überall Parkanlagen und noch viel wichtiger: auf dem gesamten Gelände WLAN. Schon bei meiner Ankunft saßen im Kaminzimmer jede Menge Leute - und nach kurzem Lauschen nach den Gesprächsthemen wusste ich, dass ich hier richtig bin. Alles Freaks! Nachdem eine hitzige Debatte zum Thema Openoffice versus Microsoft Office geführt war, begann man sich vorzustellen und kennen zu lernen. Unterstützt wurde das ganze durch das zur Verfügung stehende Bier in der Bar.

Irgendwann muss es dann aber auch mal ins Bett gehen, worauf hin ich mich in mein halbes Doppelzimmer zurück zog. Mit meinem Zimmergenossen - einem Netzwerker von Ex-T-Online - noch ein wenig gefachsimpelt, wurde es dann gegen Mitternacht wirklich mal Zeit zum Schlafen.

Heute also der erste Tag der Schulung. Bisher gab es Bash auf die Mütze (daher auch der Titel “Bash ist eine chillige Zicke”, übrigens ein Original-Zitat vom Dozenten) - erstmal nur die Grundlagen. Gleich nach der Mittagspause gehts dann los mit scripten. Ich freu mich schon. Das wird bestimmt ne tolle Woche!

Später mehr von mir - ich muss zurück in den Schulungsraum.